1. Allgemeine Richtlinien
Das Wohlergehen der Hunde
Die Gesundheit und das Wohlergehen der Hunde unterliegt der Verantwortung der Besitzer/Trainer. Die Veranstalter behalten sich das Recht vor, einen Hund vom Wettbewerb auszuschließen, falls der Verdacht besteht, dass dieser den Belastungen nicht gewachsen ist.
Es ist nicht gestattet Hunde irgendwo anzubinden, ohne dass eine Aufsichtsperson für das Wohlergehen sorgt.
Alter der Hunde
Wir empfehlen ein Alter von mindestens 18 Monaten. Kann der Sport so sicher ausgeübt werden, dass ein jüngerer Hund keine seinem Alter unangemessenen Sprünge macht, darf auch er starten. Die Richter achten jedoch bei jungen Hunden verstärkt auf ein schonendes Spiel für den Hund! So führen Körperabsprünge und jeder zu hohe Sprung mit zu jungen Hunden zur sofortigen Disqualifikation.
Unterbrechungen während des Spiels
Wenn sich der Hund während des Starts auf dem Feld löst, läuft die Zeit weiter und der Teilnehmer muss das Spielfeld nach Beenden der Kür säubern.
Wenn ein anderer Hund während des Spiels auf das Feld läuft oder Probleme mit der Musik auftreten, wird die Zeit angehalten und der Teilnehmer hat die Wahl:
- die Kür zu beenden
- noch mal neu zu beginnen
- als letzter Starter noch mal zu starten
Die Zeit wird bei anderen unvorhergesehenen Unterbrechungen nach Ermessen der Richter ebenfalls angehalten und es stehen die oben genannten drei Möglichkeiten zur Wahl.
Leckerchen
Auf Leckerchen im Spielfeldbereich ist unbedingt zu verzichten um andere Teilnehmer nicht unnötig abzulenken.
Läufige Hündinnen
Läufige Hündinnen, egal in welchem Stadium, dürfen weder teilnehmen noch mit auf das Veranstaltungsgelände gebracht werden.
Sportlichkeit
Unsportliches Verhalten gegenüber dem Richter oder gegenüber anderen Teilnehmern wird nicht toleriert und führt zur Disqualifikation.
2. Freestyle Regeln
Beim Freestyle wird eine frei gewählte Performance präsentiert.
Insgesamt werden folgende vier Kategorien bewertet: Hund, Würfe, Team und Gesammteindruck (Achtung Regeländerung ab 17.05.2010: Catchratio wurde als vierte Kategorie durch Gesammteindruck ersetzt).
Pro Kategorie kann eine maximale Punktezahl von 10 Punkten erreicht werden.
Es werden nur Elemente bewertet, bei denen die Wurfscheibe geworfen wird. Wird die Wurfscheibe festgehalten, werden die Elemente nicht bewertet. Roller werden gewertet wenn der Hund diese während des rollens sauber vom Boden aufnimmt.
Die Kategorien werden im Einzelnen folgend bewertet:
Hund
Die Fähigkeiten des Hundes werden in dieser Kategorie bewertet. Dazu gehören: körperliche Fitness des Hundes, Sprungkraft, Flugbahnverfolgung der Scheibe, kontrolliertes Springen und Landen, Motivation und Konzentrationsfähigkeit des Hundes.
Würfe
Der Schwierigkeitsgrad, die Vielfalt und die Qualität der Würfe werden bewertet. In der Bewertung wird berücksichtigt, ob die Würfe optimal für den Hund platziert wurden. Auch Würfe (wenn die Qualität für den Richter akzeptabel war) die nicht vom Hund gefangen wurden, werden bewertet.
Team
Hier wird die Zusammenarbeit von Hund und Mensch, der Fluss in der Kür und der Schwierigkeitsgrad der Teamelemente bewertet. Unter Teamelemente zählen alle Körperübersprünge, Körperabsprünge, Flips, Multiples und Dogcatches. Elemente mit schlechten Würfen, wirken punktmindernd. Es werden auch Elemente mit Würfen die nicht vom Hund gefangen wurden bewertet, wenn der Wurf gut war.
Gesammteindruck
Jeder Richter vergibt hier Punkte für den Gesammteindruck. Der Mittelwert der Punkte der einzelnen Richter fließt in die Bewertung ein.
Punkteabzug
Die Richter behalten sich das Recht vor, Punkte abzuziehen oder sogar Teilnehmer zu disqualifizieren, wenn sie der Meinung sind, dass der Hund gefährdet wird oder sich verletzten könnte. Dies ist der Fall bei:
- Landungen, bei denen der Hund den Sprung nicht nur mit den Beinen abfedern konnte (Berührung des Bodens mit dem Bauch, Rücken etc.)
- vorderlastige oder hinterlastige Landungen, wenn die Vorder- bzw. die Hinterhand des Hundes dabei durchgestreckt war
- extreme Höhen bei Körperabsprüngen
-sonstige unkontrollierte Bewegungen des Hunden, bei denen die Wirbelsäule gestaucht wird
Zwei der vier Richter müssen für den Punkteabzug zustimmen. Der Mittelwert des von den einzelnen Richtern gegebenen Punkteabzuges geht in die Wertung ein.
Nach der Freestyle Runde wird der Teilnehmer über den Punktabzug sofort informiert, damit er die Möglichkeit hat seine Kür bei einem eventuellem 2. Durchgang anzupassen.
Teams, die 6 oder mehr Punkteabzug während eines Wettkampfes bekommen haben, werden disqualifiziert.
Punktegleichstand
Sollten mehrere Spieler einen Punktegleichstand haben, wird die Platzierung an Hand der folgenden höheren Punkte vergeben:
höhere gesamt Freesytlebewertung
dann
höhere Bewertung in der Kategorie „Team“
Zeitlimit
Die Zeit (120 Sekunden) beginnt mit der ersten geworfenen Scheibe zu laufen. Den ersten Hinweis auf die verbleibende Zeit gibt es bei 60 Sekunden, dann bei 30 Sekunden und ab den letzten 10 Sekunden wird ein Countdown gezählt.
Scheiben
Es können bis zu 7 Scheiben verwenden werden.
Es müssen eigene Scheiben verwendet werden, die für Hunde geeignet und sicher sind.
Kleidung/Kostümierung
Die Form der Bekleidung oder Kostümierung eines jeden Teilnehmers ist frei wählbar, wirkt sich jedoch nicht auf die Bewertung aus. Das Kostüm sollte den Hund nicht gefährden oder verunsichern.
Hunde dürfen jedoch nicht verkleidet sein.
Jedem Team ist es gestattet, gesponserte Kleidung zu tragen.
Musik
Die eigene Musik muss in CD Form und mit allen wichtigen Angaben zur Person und der Liednummer vor Beginn der Kür bei den Veranstaltern abgeben werden. Die Musik sollte jugendfrei sein. Starter ohne Musik starten zu der Musik, die von den Veranstaltern vorgegeben wird.
3. Minidistance Regeln
Gespielt wird nur mit einer Scheibe. Innerhalb von 60 Sekunden können abhängig von der Weite der gefangen Würfe Punkte erzielt werden.
Das Spielfeld ist dabei in Zonen aufgeteilt. In der ersten Zone von 0 -15 Metern gibt es keinen Punkt, in der zweiten Zone von 15 – 25 Metern gibt es 0,2 Punkte, in der 3. Zone von 25- 35 Meter gibt es 0,4 Punkte und in der letzten Zone ab 35 Metern 0,6 Punkte. Das Spielfeld hat eine Breite von 20 Metern. Es werden nur Würfe gewertet, die innerhalb des Spielfeldes vom Hund gefangen werden (mindestens eine Pfote des Hundes muß beim Catch im Feld sein bzw. landen).
Ablauf:
Hund und Werfer müssen sich hinter der Abwurflinie befinden bevor die Zeit läuft. Ist der Werfer startbereit, dann signalisiert er dies dem Linienrichter und dieser gibt dem Ansager das Signal zum Start. Der Ansager zählt "3-2-1-go" und parallel zum "go" beginnt die Zeit herunter zu laufen. Der Werfer darf erst zeitlich mit „go“ werfen. Jeder Wurf muss vor der Abwurflinie aus erfolgen. Ansonsten darf der Mensch auch auf das Spielfeld laufen. Der Werfer darf während des Wurfes nicht auf oder über die Linie treten.
Sollte der Spieler während der Runde feststellen, dass die Scheibe schwerwiegende Schäden aufweist, so kann diese dem Richter zum Austauschen ausgehändigt werden. Die Zeit wird hierbei nicht angehalten. Eine Zeitansage wird bei 30 Sekunden und 10 Sekunden gegeben. Ab 10 Sekunden wird ein Countdown gezählt. Wird eine Scheibe noch vor 0 abgeworfen und erst gefangen wenn die Zeit abgelaufen ist, so wird der Wurf noch in die Bewertung eingerechnet.